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Monat: August 2016

Eisjöchl Transalp Etappe 6: Vom Ultental übers Rabbijoch nach Campodenno

Die vorletzte Etappe hat es nochmal ordentlich in sich. Viele Höhenmeter aber auch flowige Single-Trail Abfahrten erwarten uns auf der Strecke von St. Gertraud im Ultental, wo noch hauptsächlich Deutsch gesprochen wird nach Campodenno im Val di Non wo man sich dann eher mit einem Buon Giorno begrüßt.

Länge: 71 km
Gesamtanstieg: ca. 2600HM
Schwierigkeit Ausdauer: 5/5
Schwierigkeit Technik: 3/5
Wege: Viel Schotter aber auch einige schöne Single-Trail-Abfahrten
Highlight der Etappe: Das Rabbijoch

Tourbeschreibung:

Von St. Gertraud geht es direkt am Anfang der Etappe gleich bergauf. 1100 Höhenmeter muss man sich erkämpfen, davon ist die erste Hälfte gut zu fahren, da man recht breite Schotterstraßen im mittleren Steigungsgrad bewältigen muss. Danach wird es aber knüppelhart, Rampen mit bis zu 15-25% Steigung verlangen einem alles ab. Wer Körner sparen will, steigt hier besser ab. Wer aber nach so vielen Höhenmetern in den Beinen noch mal eine Herausforderung sucht  wird Spaß haben hier oben. Ca. 2 h nach der Abfahrt in St. Gertraud erreicht man schließlich den Pass, zumindest denkt man das, da es nach einem kurzen flachen Stück und einer Kuppe doch nochmal hoch geht. Auf dem welligen Hochplateau herrscht jedoch eine tolle Alpenstimmung und grandiose Aussicht.

Dann ging es in die Abfahrt hinunter nach Rabbi. Richtig flowige Single-Trails erwarten einen hier im ersten Teil. Doch Vorsicht vor Platten, viele scharfkantige Steine liegen auf dem Weg, den Alex hats dort erwischt (zum ersten Mal in drei Transalps!). Die restliche Abfahrt hinunter ins schöne Val di Sole ist asphaltiert und damit eher unspektakulär. Im Tal angekommen hat man nun die Möglichkeit über den Passo Le Fraine hinüber ins Val di Non zu fahren oder ein kurzes Stück nach Norden zu fahren (bis fast nach Revo) um dann das Val di Non von dort aus hochzufahren. Wir haben uns für die letzte Variante entschieden da unser Mitfahrer, ein Transalp-Neuling, noch zu kämpfen hatte mit den vielen Höhenmetern die hinter uns lagen. Uns, die wir auch schon schwere Beine hatten, kam dieser Vorwand die leichtere Route zu nehmen sehr entgegen.

So ging es über wunderschön gekurvte Straßen auf und ab nach Campodenno durch riesige Apfelplantagen zu einer kleinen Ferienwohnung, die uns wohl noch lange als die beste Transalp-Unterkunft die wir je hatten in Erinnerung bleiben wird, das Casa di Sole. Ein unglaublich vielfältiges Frühstücksbuffet (3 selbstgemachte Kuchen, 10 verschiedene Marmeladen um nur einige Vorzüge zu nennen), eine tolle Umgebung (Apfelplantagen und Berge) und viele Extras (Empfangsbier und Waschservice) zu einem sehr niedrigen Preis, also unbedingt zu empfehlen!

 

Höhenprofil & Karte:

Weitere Infos & Links:
-> Casa di Sole: Webseite

 

Bei der Fahrt hoch zum Rabbijoch haben wir andere Transalpbiker getroffen und über Transalp-Routen und Material gefachsimpelt
Das letzte Stück des Rabbijochs – Tolle Ausblicke!
Abfahrt vom Rabbijoch: Schnell und Kurvenreich!
Zum Schluss gings durchs Val di Non – Italienfeeling pur!

Eisjöchl Transalp Etappe 7: von Campodenno vorbei am wunderschönen Lago di Molveno nach Riva

Der letzte Tage führte uns zunächst durchs Val di Non, hoch nach Andalo und dann über den Lago  di Molveno hinunter ins Riva-Tal. 

Länge: 69 KM
Gesamtanstieg: ca. 1200 HM
Schwierigkeit Ausdauer: 3/5
Schwierigkeit Technik: 2/5
Wege: Anfangs kleinere Straßen, später schöne Waldwege
Highlight der Etappe: Der wunderschöne Lago di Molveno

Tourbeschreibung:

Der letzte Tag der Transalp ist naturgemäß ein besonderer Tag. Einerseits freut man sich die Strapazen hinter sich zu lassen und endlich anzukommen, andererseits machen diese Strapazen ja gerade so viel Spaß und ist ein wenig ernüchtert, dass es schon wieder vorbei ist. Aber genug Gefühlsduselei, kommen wir zu den Hardfacts der Route. Im Val di Non geht es zunächst einmal knallhart zu Sache. Steile Rampen müssen überwunden werden und wenn man Pech hat wie wir, brennt morgens um 9 Uhr schon die Sonne mit einer derartigen Intensität runter, dass man sich sehnlichst nach dem Wald sehnt. Der kommt dann aber auch recht bald und kurz vor Andalo hat man auf einer schönen Hochebene nochmal Zeit in einem gepflegten Park mit vielen (mit dem Auto angereisten) Senioren die Natur zu genießen.

Der höchste Punkt der Etappe ist hier bereits erreicht und es geht abwärts zum wirklich wunderschönen (dieser Superlativ ist hier definitiv nötig) Lago di Molveno. Die Farbe des Sees ist kaum zu beschreiben, aber dass ich überlasse ich auch dem Foto weiter unten. Spätestens hier ist man in Ankunftsstimmung aber die Etappe zieht sich noch einmal gewaltig. Ca. 20 km geht es nun auf und ab, nie sehr lang aber ausreichend um nochmal weh zu tun in den müden Beinen. Die letzte Abfahrt belohnt einen jedoch wieder für alle verlorenen Körner, die Aussicht auf das Tal nördlich von Riva ist grandios. Die letzten 15 km geht es dann flach nach Riva, hier empfiehlt es sich das Windschatten-Taxi der vielen Rennradfahrer zu nehmen und mit 35 km/h gen Ziel zu fliegen.

 

Höhenprofil & Karte:

Fotos:

Der Lago di Molveno, sind direkt am Strand vorbeigefahren
Nochmal die Ansicht des Sees von der Südseite

 

Die Abfahrt hinunter nach Riva – Fast geschafft!
Riva (vom Süden) – Endlich Da!

 

 

Transalp 2016, Etappe 7: Endlich in Riva!

Am vergangenen Freitag war es dann soweit, wir hatten es geschafft nach Riva am Gardasee. Am letzten Tag ging es dabei zunächst einmal los in Campodenno im Val di Non. Unser Hotel (das B&B Casa del Sole, was übrigens sehr empfehlenswert ist) war traumhaft gelegen inmitten einer riesigen Apfelplantage mit tollem Ausblick auf die umliegenden Berge.

Val di Non
Ausblick auf die Landschaft des Val di Non

Der Tag begann mit strahlendem Sonnenschein und entsprechend hohen Temperaturen. Wir hatten aber Glück, da die ca. 80 km lange Etappe mit schätzungsweise 1500 HM, zu einem großen Teil durch beschattete Wälder ging. Die ersten ca. 300 HM mussten wir uns aber noch ohne Schatten auskommen als es durch die vielen Apfelplantagen hindurch nach Spormaggiore ging. Danach ging es aber in den Wald, hoch bis nach Andalo, wo wir in einem schönen Park, der hauptsächlich von Senioren besucht wurde, eine Pause eingelegt haben und ein wenig italienische Sonne getankt haben.

Daraufhin ging es noch ein paar Höhenmeter hoch, um dann in einer tollen Abfahrt einem der Highlights dieser Etappe entgegen zu rollen, dem Lago di Molveno.

Lago di Molveno, Transalp, Andalo Riva
Der Lago di Molveno bei Andalo mit seinem türkisen (Farben sind unbearbeitet!) Wasser

Nun ging es eine ganze Weile wellig dahin, mit vielen kleinen giftigen Anstiegen die zwar nicht viele Höhenmeter haben aber am siebten Tag einer Transalp doch sehr ermüdend sein können. Dafür wurden wir mit dieser tollen Aussicht belohnt, die uns die Route für die letzten 2 h der Transalp bereits aufzeigte. Es ging zunächst lange bergab bis in die Ebene mittig im folgenden Bild. Danach ging es rechts hinab nach Riva und zum Gardasee.

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Angekommen in Riva ging es zunächst in unsere Unterkunft, wo wir mit angereisten Freunden das Tour-Ende gefeiert haben. Am nächsten Tag machten wir uns auf eine Wanderung entlang der steilen Küsten am Westrand des Gardasees, von wir diese tolle Aussicht auf Riva hatten:
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Das war sie, unsere diesjährige Tour über die Alpen!
Vielen Dank fürs Mitverfolgen!