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Autor: Alex

Die beste Jahreszeit für Transalps

Welcher Zeitraum eignet sich für eine Alpenüberquerung mit dem Mountainbike? 

Prinzipiell herrscht in Transalpbiker-Kreisen die Meinung, dass die besten Monate für eine Transalp Juni, Juli, August und September sind. Je nach Routenwahl eignen sich auch noch Mai und Oktober. Man sollte jedoch bedenken, dass einige Gebirgspässe (über 2500m) erst ab Mitte Juli schneefrei sind und dass ab Oktober das Wetter wieder kühler sowie instabiler wird. Wer also auf seiner Transalp hoch hinaus will, wie beispielsweise übers Eisjöchl, der ist weniger flexibel in der Tourenplanung als bei einer Route über die Via Claudia.

Da in sozialen Medien Transalps im September als wegen des Wetters „riskant“ bezeichnet werden, haben wir uns das im Folgenden etwas vertieft angeschaut:

Geht es etwas genauer? 

Das Institut für Geographie der Universität Innsbruck bietet mit innerhalb des Projekts Tirol Atlas eine interaktive Karte mit Klimadiagrammen von Messstationen des kompletten Alpenraums. Wer sich die folgenden Klimadiagramme typischer Transalp-Durchgangsstationen genauer anschaut, dem fällt auf, dass sowohl die Temperaturen als auch die Niederschlagsmengen eher für eine Alpenüberquerung im September als im Mai sprechen:

Fazit:

  • Egal in welchem Monat man unterwegs ist, das Wetter im Hochgebirge ist immer unbeständig und nicht planbar. So kann es im Mai angenehm warm sein und im Juli auf den Pässen schneien. Das heißt,  Regen- und Temperaturschutz muss immer mit!
  • Während der Transalp die Wetterprognosen verfolgen – schadet nicht. Gewitter und Regen treten verstärkt am Nachmittag auf, an solchen Tagen empfiehlt sich frühes Losfahren.
  • Falls es doch mal unterwegs nass wird ist Vorsicht geboten. Man stürzt schnell auf nassen Wurzeln oder glatten Steinen.
  • Gerade wer auf exponierten Wegen über den Alpenhauptkamm will sollte sich über Ausweichrouten Gedanken machen, die er bei anhaltend schlechtem Wetter nutzen kann.
  • Egal in welchem Monat man unterwegs ist, das Wetter im Hochgebirge ist zeitweise unbeständig und nicht so einfach planbar. So kann es bereits im Mai angenehm warm sein und auch im Juli auf den Pässen schneien. Das heißt,  Regen- und Temperaturschutz muss immer mit! Letztendlich ist es aber Glückssache ob diese im Rucksack bleiben darf oder zum Einsatz kommt.

 


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Die Moarer Bergalm, ein optimales Etappenziel!

Abgelegen im Hinterland, nicht mal eben mit einem Spaziergang zu erreichen, liegt die Moarer Bergalm (auch Poschalm oder Poschhaus genannt) einsam auf 2113 m Höhe im hintersten Winkel des Lazzacher Tals, einem Seitental des Ridnauntals. Hier gibt es noch jede Menge Überreste aus einer Zeit, als in den Alpen noch aktiv Bergbau betrieben wurde. Ähnlich wie in den Minen von Moria haben sich die Menschen dort unter den Schneeberg gegraben.

Wir haben die Alm auf der Eisjöchl-Transalp besucht und auch beinahe dort geschlafen. Da wir jedoch keine Homepage oder andere Kontaktmöglichkeiten zur Reservierung auf der Alm finden konnten, haben wir uns lediglich auf der sonnigen Terasse gestärkt und noch ein bisschen mit der freundlichen Wirtin gesprochen. Dann, wegen der Reservierung auf der Schneeberghütte und eines aufziehenden Gewitters, beschlossen wir, die Schneebergscharte schnellstmöglich zu überqueren und im Schneeberghaus zu übernachten.

Die Moarer Bergalm

Auf der Moarer Bergalm kann aber gut übernachtet werden. Mittlerweile gibt es auch eine Facebook Seite, auf der eine aktuelle Telefonnummer für Reservierungen zu finden ist. Wenn ihr in der Gegend seid, können wir euch die Übernachtung dort wärmstens ans Herz legen. Hier ist man nämlich weg vom Trubel der großen Hütten und der Ausblick hinunter ins Ridnauntal spricht auch für sich – auch wenn wir des Wetters wegen leider etwas in Eile waren:

Der Blick von der Schneebergscharte auf die Moarer Bergalm hinunter ins Ridnauntal

Wenn man die Schneebergscharte überquert hat, geht es anfangs steil, später sehr schön fahrbar hinunter zum Schneeberghaus, einer Alpenvereinshütte deluxe: Free Wifi, Warme Duschen, Doppelzimmer und richtig gutes Essen erinnern eher an ein Alpenhotel als eine Schutzhütte. Statt über die Scharte zu steigen, gibt es auch die Möglichkeit, einen Stollen zu nutzen und sich damit einige Höhenmeter zu sparen. Auch unten am Schneeberghaus lassen sich noch einige Stollen sowie ein Bergbaumuseum besichtigen. Hier noch ein Bild vom Schneeberghaus:

Das Schneeberghaus am Abend.

Die Dichte an tollen Hütten ist rund um den Schneeberg sehr hoch und das Gebiet für eine Transalp-Übernachtung also ideal!


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Transalp Classic

Nachdem wir letzte Woche bereits die Eisjöchl Transalp vorgestellt haben, berichten wir heute von der Transalp Classic, die euch ebenfalls gelegen kommen könnte, wenn ihr gerade nach einer Transalp-Route für 2017 sucht. Wie der Name schon sagt ist die hier vorgestellte Route ein absoluter Klassiker! Von Oberstdorf geht es auf 410 km und etwa 15000 HM in sieben Etappen bis nach Riva del Garda.

Die Route in Überblick

Länge: 450 km

Höhenmeter: 15000 m

Profil:

 

Die Route in Bildern

Tag 1: Ab Obertsdorf geht es gleich hoch über den Schrofenpass in das österreichische Lech und von dort auf die Freiburger Hütte. (46 KM, 1800 HM)



Tag 2: Nach einer schönen Abfahrt nach Dalaas geht es durch das Silbertal hoch hinauf zur Heilbronner Hütte. (45 KM, 2100 HM)



Tag 3: Zunächst geht es rasant hinunter nach Galtür und Ischgl und anschließend über den Fimberpass in die Schweiz (58 KM, 1600 HM)



Tag 4: Von Sur En geht es durch die spektakuläre Uina-Schlucht über die Sesvenna Hütte ins Vinschgau. (51 KM, 2500 HM)



Tag 5: Der Königspass, das Stilfser Joch, steht auf dem Programm. Danach geht es hinunter nach Bormio und hoch nach St. Catharina. (55 KM, 2300 HM)



Tag 6: Über den Gavia Pass führt der Tag nach Pezzo und zum Schluss über die Montozzo Scharte nach Dimaro. (70 KM, 2150 HM)



Tag 7: Die letzte Etappe ist nochmal hart und lang, es geht über Madonna die Campiglio an den Val d’Agola und letztendlich hügelig bis nach Riva. (85 KM, 2500 HM)

 

Als große Highlights der Route sind auf jeden Fall der Schrofenpass südlich von Oberstdorf und später in der Schweiz die Uinaschlucht zu nennen. Hier haben wir alle Etappen genauer beschrieben und die Gpx-Files zum Download bereitgestelllt. Viel Spaß bei der Tour!

 

Die Route als interaktive Karte


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