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Kategorie: Allgemein

Dolomiti Tour 2018

Die Transalp 2018 war ein voller Erfolg, tolle (aber auch harte) Strecken, super Aussichten, tolle Hütten. Daher wollen wir unsere (GPS-)Strecke und unsere Erfahrungen hier mit allen Interessierten teilen.

Aus Termingründen hatten wir uns diesmal für eine kürzere “Transalp”-Variante entschieden, die man auch ein einem verlängerten Wochenende von 4 Tagen absolvieren kann. Es geht bei dieser Tour durch die Dolomiten, einem der schönsten Mountainbike-Gebiete der Alpen. Wir haben dabei versucht möglichst viele Highlights in die vier Tage zu packen. Insgesamt ist die Tour ca. 220 km lang und hat etwas über 9000 HM. Wie immer stellen wir euch unsere GPX-Dateien weiter unten zur Ansicht und zum Download bereit!

Verlauf der Tour:

Los geht es in St. Martin, ca. 2 Autostunden von Innsbruck entfernt. Am ersten Tag geht es über zwei Anstiege hoch auf die Dürrensteinhütte die mit tollen Ausblicken auf die Dolomiten lockt.  Am nächsten Tag geht es hinab und über Höhlenstein hoch zur Dreizinnenhütte, dabei immer im Blick das berühmte gleichnamige Gebirgsmassiv. Anschließend geht es hinab über den malerischen Misurina-See nach Cortina d’Ampezzo. Nach einem langen Bergsprint entlang der Cinque Torri kommt man am zweiten Etappenziel an, dem Rifugio Scoiattolo. Von dort aus geht es über Andraz und Arabba hoch zum Bindelweg und Kutschertrail nach St. Ulrich (oder alternativ bei schlechtem Wetter wie in unserem Fall über den Campolongo – Pass).  Von dort geht es dann schließlich vorbei an der Malga Brogles Alm und über den das Kreuzjoch zurück nach St. Martin.

 

Fotos:

  • Etappe 1: Aus St. Ulrich geht es gleich einmmal für 400 HM steil berghoch, über solche Feldwege. Die anschliessende Abfahrt bietet aber zum Ausgleich einen Bike-Park mit herausfordernden Trails.
  • Etappe 1: Anschliessend kommt ein Mörderanstieg beim dem zwar nicht super viele Höhenmeter (1000HM) überwunden werden müssen, jedoch sind diese so steil und der Untergrund so schlecht (rutschige Kieselsteine), dass man sehr sehr viele Körner verliert wenn man alles fahren will (wobei Schieben auch nicht so viel Energie spart).
  • Etappe 1: Nach dem Möderanstieg kommt noch ein vergleichsweise einfacher Rollerberg hoch zur Dürrensteinhütte, die direkt an dieser malerischen Almwiese liegt.
  • Etappe 1: Die andere Blickrichtung von der Dürrensteinhütte gibt bereits einen Vorgeschmack auf Etappe 2.
  • Etappe 2: Hier nahmen wir das Massiv rund um die drei Zinnen in Angriff. Anfangs lässt sich hier viel fahren. Später muss man schieben aus zwei Gründen: Es wird zu steil und Radfahren verboten!
  • Etappe 2: Für ein kurzes Foto sind wir dann dennoch auf das Rad gestiegen. Auch wenn wie gesagt viel geschoben werden muss, sind die drei Zinnen und die Landschaft rundherum ein echtes Highlight!
  • Etappe 2: Den Rest der Etappe geht es zunächst bergab nach Cortina d'Ampezzo, ideal für eine Pizza-Mittagspause. Anschliessend muss man noch einen recht langen Berg hoch; am Ende warten aber die cinque torri und eine luxioriöse Berghütte mit 360 Grad Dolomiten Blick!
  • Etappe 3: Wegen drohenden Gewitters, das dann aber nie gekommen ist, haben wir diese Etappe etwas abgekürzt (siehe unsere Alternativroute in Gpsies). Zunächst ging es an den cinque torri vorbei und hinab ins Tal nach Arraba über einen fahrbaren und spannenden Singletrail-Downhill.
  • Etappe 3: Der Rest der Etappe waren Strassenpässe. Nicht allen gefällt es über Asphalt mit dem MTB fahren. Wir finden es hat aber auch einen gewissen Reiz die Berge so hochzupedalieren und zu versuchen das eine oder andere Rennradhinterrad zu halten.
  • Etappe 4: In St. Ulricht geht es gleich aus der Ortschaft steil hoch. Dort findet man diese Mammut-Bank -> eine willkommene Pause!
  • Etappe 4: Es geht über richtig schöne Wege weiter bergauf. Die Steigung und der Belag ist dabei so, dass es fast immer gut fahrbar ist.
  • Etappe 4: Oben angekommen, geht es nun zeitweise über den Adolf-Munkel-Weg, der nicht zum Radfahren geeignet ist, hier ist also Schieben/Tragen angesagt. Nichtsdestotrotz ist die Aussicht atemberaubend und die Oberkörpermuskulatur wird auch mal trainiert.
  • Etappe 4: Nach dem Adolf-Munkel-Weg beginnt der letzte Uphill, zunächst auf einem fahrbaren Schotteruntergrund, die letzten 2 km dann nochmal schiebend. Auf der anderen Bergseite rollt man dann nur noch hinunter, zurück nach St. Martin.

Gesamttour

Etappe 1

Etappe 2

Etappe 3

Etappe 4

Die beste Jahreszeit für Transalps

Welcher Zeitraum eignet sich für eine Alpenüberquerung mit dem Mountainbike? 

Prinzipiell herrscht in Transalpbiker-Kreisen die Meinung, dass die besten Monate für eine Transalp Juni, Juli, August und September sind. Je nach Routenwahl eignen sich auch noch Mai und Oktober. Man sollte jedoch bedenken, dass einige Gebirgspässe (über 2500m) erst ab Mitte Juli schneefrei sind und dass ab Oktober das Wetter wieder kühler sowie instabiler wird. Wer also auf seiner Transalp hoch hinaus will, wie beispielsweise übers Eisjöchl, der ist weniger flexibel in der Tourenplanung als bei einer Route über die Via Claudia.

Da in sozialen Medien Transalps im September als wegen des Wetters “riskant” bezeichnet werden, haben wir uns das im Folgenden etwas vertieft angeschaut:

Geht es etwas genauer? 

Das Institut für Geographie der Universität Innsbruck bietet mit innerhalb des Projekts Tirol Atlas eine interaktive Karte mit Klimadiagrammen von Messstationen des kompletten Alpenraums. Wer sich die folgenden Klimadiagramme typischer Transalp-Durchgangsstationen genauer anschaut, dem fällt auf, dass sowohl die Temperaturen als auch die Niederschlagsmengen eher für eine Alpenüberquerung im September als im Mai sprechen:

Fazit:

  • Egal in welchem Monat man unterwegs ist, das Wetter im Hochgebirge ist immer unbeständig und nicht planbar. So kann es im Mai angenehm warm sein und im Juli auf den Pässen schneien. Das heißt,  Regen- und Temperaturschutz muss immer mit!
  • Während der Transalp die Wetterprognosen verfolgen – schadet nicht. Gewitter und Regen treten verstärkt am Nachmittag auf, an solchen Tagen empfiehlt sich frühes Losfahren.
  • Falls es doch mal unterwegs nass wird ist Vorsicht geboten. Man stürzt schnell auf nassen Wurzeln oder glatten Steinen.
  • Gerade wer auf exponierten Wegen über den Alpenhauptkamm will sollte sich über Ausweichrouten Gedanken machen, die er bei anhaltend schlechtem Wetter nutzen kann.
  • Egal in welchem Monat man unterwegs ist, das Wetter im Hochgebirge ist zeitweise unbeständig und nicht so einfach planbar. So kann es bereits im Mai angenehm warm sein und auch im Juli auf den Pässen schneien. Das heißt,  Regen- und Temperaturschutz muss immer mit! Letztendlich ist es aber Glückssache ob diese im Rucksack bleiben darf oder zum Einsatz kommt.

 


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