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Kategorie: Blog

Die richtigen Schuhe für eine Transalp

Vor der ersten Transalp und eventuell auch später wird die Frage aufkommen, welche Schuhe man überhaupt anziehen soll. Besonders lange Tragepassagen in unwegsamen Gelände schließen dabei viele Schuharten ohne Sohlenprofil aus. Gleichzeitig sollte der Schuh möglichst ohne Kraftverlust deine Körperleistung aufs Pedal bringen, auch hierbei gibt es Unterschiede. Zu guter letzt ist Gewicht, wie bei jedem Ausrüstungsgegenstand auf einer Transalp ein wichtiger Faktor. Ganz besonders gilt das für den Schuh der durch das Treten ständig auf und ab bewegt wird.

In diesem Artikel wollen wir verschiedene Schuharten auf ihre Transalp-Tauglichkeit bewerten.

1. Joggingschuhe

Joggingschuhe hat jeder daheim, sie sind leicht, vielseitig und bequem. Für eine Transalp sind sie dennoch nicht immer die perfekte Wahl. Grund: Joggingschuhe haben meist eine elastische Sohle die beim Joggen das Auftreten dämpfen soll und somit die Gelenke schont. Beim Treten ist genau diese Hilfe jedoch kontraproduktiv: Statt die volle Kraft aus den Beinen auf die Pedale zu übertragen absorbiert die Sohle einen (wenn auch geringen) Anteil der Kraft. Dies wird bei speziellen Radschuhen durch eine steife (Nylon-/Carbon-)Sohle vermieden. Ein weiterer Nachteil ist evtl. der fehlende Grip wenn das Rad über rutschiges Terrain getragen werden muss. Dieser Nachteil gilt aber auch für die meisten Radschuhe.

2. Wanderschuhe

Wanderschuhe sind robust, oft wasserdicht und ideal für anspruchsvolles Bergterrain und lange Schiebepassagen. Auch besitzen sie eine relative steife Sohle, so dass die Kraftübertragung okay ist. Der große Nachteil ist aber das meist hohe Gewicht von Wanderschuhen. Dieses Gewicht muss schließlich nicht nur den Berg hochgeschleppt werden sondern durch das Treten ständig bewegt werden was schneller zu müden Beinen führen kann als bei leichterem Schuhwerk.

3. Leichte Trekkingschuhe

Ein möglicher Kompromiss zwischen Jogging- und Wanderschuhen sind Trekkingschuhe oder Trail-Schuhe, also relativ leichte Halbschuhe mit einem ausgeprägten Sohlenprofil und meist gutem Regenschutz. Auch beim abendlichen Spaziergang durch Riva macht dieses Schuhwerk was her.

4. Klickpedal-Schuhe

Die meisten Transalpbiker fahren aber dann doch mit speziellem Biker-Equipment, nämlich MTB-Klickschuhen und entsprechenden Pedalen. Damit erzielt man natürlich die beste Kraftübertragung und wer den runden Tritt beherrscht, kann durch Zuhilfenahme der Zugmuskeln Kräfte bei langen Transalp-Etappen schonen. Leicht sind solche Schuhe auch meist, wobei hier der Preis eine große Rolle spielt. Das ultraleichte Race-Modell, wie auch alle Rennradschuhe, sind aber nicht für eine Transalp geeignet denn diese Modelle haben meist kein oder kein brauchbares Sohlenprofil. Es sollte sich also um MTB-Schuhe handeln die ein relativ komfortables Gehen erlauben und auch Grip auf steilen Wald- und Bergwegen bieten.

Fazit

Für diejenigen die schon lange mit Klickpedalen fahren, sollten mit diesen auch eine Transalp fahren wenn auf der Route nicht gerade ein Klettersteig der Stufe D liegt, was eine eher kuriose Transalp-Route wäre. Wer Klickpedale einfach nicht mag oder die notwendige Investition (noch) nicht tätigen will, kann auch relativ gut auf andere Schuharten ausweichen. Zu empfehlen sind hier Trekkingschuhe die sowohl einen guten Sohlengrip geben und vor Regen schützen als auch nicht allzu schwer sind.


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Die beste Jahreszeit für Transalps

Welcher Zeitraum eignet sich für eine Alpenüberquerung mit dem Mountainbike? 

Prinzipiell herrscht in Transalpbiker-Kreisen die Meinung, dass die besten Monate für eine Transalp Juni, Juli, August und September sind. Je nach Routenwahl eignen sich auch noch Mai und Oktober. Man sollte jedoch bedenken, dass einige Gebirgspässe (über 2500m) erst ab Mitte Juli schneefrei sind und dass ab Oktober das Wetter wieder kühler sowie instabiler wird. Wer also auf seiner Transalp hoch hinaus will, wie beispielsweise übers Eisjöchl, der ist weniger flexibel in der Tourenplanung als bei einer Route über die Via Claudia.

Da in sozialen Medien Transalps im September als wegen des Wetters „riskant“ bezeichnet werden, haben wir uns das im Folgenden etwas vertieft angeschaut:

Geht es etwas genauer? 

Das Institut für Geographie der Universität Innsbruck bietet mit innerhalb des Projekts Tirol Atlas eine interaktive Karte mit Klimadiagrammen von Messstationen des kompletten Alpenraums. Wer sich die folgenden Klimadiagramme typischer Transalp-Durchgangsstationen genauer anschaut, dem fällt auf, dass sowohl die Temperaturen als auch die Niederschlagsmengen eher für eine Alpenüberquerung im September als im Mai sprechen:

Fazit:

  • Egal in welchem Monat man unterwegs ist, das Wetter im Hochgebirge ist immer unbeständig und nicht planbar. So kann es im Mai angenehm warm sein und im Juli auf den Pässen schneien. Das heißt,  Regen- und Temperaturschutz muss immer mit!
  • Während der Transalp die Wetterprognosen verfolgen – schadet nicht. Gewitter und Regen treten verstärkt am Nachmittag auf, an solchen Tagen empfiehlt sich frühes Losfahren.
  • Falls es doch mal unterwegs nass wird ist Vorsicht geboten. Man stürzt schnell auf nassen Wurzeln oder glatten Steinen.
  • Gerade wer auf exponierten Wegen über den Alpenhauptkamm will sollte sich über Ausweichrouten Gedanken machen, die er bei anhaltend schlechtem Wetter nutzen kann.
  • Egal in welchem Monat man unterwegs ist, das Wetter im Hochgebirge ist zeitweise unbeständig und nicht so einfach planbar. So kann es bereits im Mai angenehm warm sein und auch im Juli auf den Pässen schneien. Das heißt,  Regen- und Temperaturschutz muss immer mit! Letztendlich ist es aber Glückssache ob diese im Rucksack bleiben darf oder zum Einsatz kommt.

 


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Easybiker Transalp – Die Transalp für Neulinge

Eine Transalp ist nie wirklich „easy“, jedoch kann man durch eine passende Routenwahl sprichwörtlich einige Spitzen rausnehmen. Die folgende „Easybiker“ Transalp ist dabei eine solche entschärfte Route. An sechs Tagen sind durchschnittlich 1500 HM zu überwinden. Sicherlich könnte man die Tour noch leichter gestalten, aber dann müsste man auch auf viele spektakuläre Bergwelten verzichten.

Im Folgenden stellen wir die Transalp kurz vor. Unter Easybiker – Transalp könnt ihr jedoch auf die jeweiligen ausführlichen Etappenberichte und GPX-Dateien sowie auf allerlei wichtige Informationen zugreifen.

Die Route in Überblick

Länge: 370 km

Höhenmeter: 9000 m

Profil:

 

 

Die Route in Bildern

Tag 1: Ab Oberstdorf geht es hoch über den spektakulären Schrofenpass (Foto). Der österreichische Zielort Lech ist anschließend schnell erreicht. (30 KM, 1000 HM)



Tag 2: Nach dem Flexenpass (Asphalt) geht es sehr lange bergauf (Foto) zur Heilbronner Hütte, danach rasant hinunter nach Galtür. (48 KM, 1600 HM)


Tag 3: Über Ischgl geht es über den Flimsattel (Dach der Tour auf 2750 m, Foto) nach Samnaun und dann durch das Engadin nach Nauders. (54 KM, 2000 HM)



Tag 4: Nach dem Reschenpass geht es auf dieser langen Etappe größtenteils bergab durch das malerische Vinschgau. Dabei passiert man den Reschensee (Foto). (88 KM, 400 HM)



Tag 5: Aus der Merano-Ebene geht es über den Gampenpass nach Revo; Eine kurze Etappe, aber mit teilweise steilen Passagen. (46 KM, 1500 HM)



Tag 6: Die Königsetappe kommt ganz zum Schluss. Über mehrere Pässe geht es auf über 100 km nach Riva. (102 KM, 2300 HM)


Die großen Highlights der Easybiker Transalp sind der Schrofenpass direkt zu Beginn, der Flimsattel als Dach der Tour sowie der malerische Radweg entlang des Reschensees. Hier haben wir alle Etappen genauer beschrieben und die Gpx-Files zum Download bereitgestellt. Viel Spaß bei der Tour!

Die Route als interaktive Karte


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