Zum Inhalt

Kategorie: Blog

Ost-West Transalp – Planung 2017

Hallo zusammen,

da wir Probleme hatten, vorher einen Termin zu finden, fahren wir unsere diesjährige Transalp erst Ende August/Anfang September. Die Route führt uns nicht Nord/Süd, sondern dieses Jahr von Lindau im Westen nach Innsbruck im Osten. Die Orte sind nicht frei gewählt, sondern haben sich durch das Vorliegen anderer Termine einfach so ergeben. Unsere Etappenorte sind:

Lindau – Davos – Livigno – Trafoi oder Rifugio Garibaldi(am Stilfser Joch) – Stettiner Hütte (Eisjöchl) – Schweinfurter Hütte (Ötztal) – Innsbruck.

Wie wir genau fahren werden, ist noch nicht zu 100% sicher, aber grob sollte es diese Route werden:

 

 

Habt ihr eventuell noch Ideen oder Verbesserungsvorschläge? Auch sehr gerne Anmerkungen zu einzelnen Routenabschnitten. Sobald wir die finale Route haben, werden wir diese natürlich noch nachreichen!

 

Die richtigen Schuhe für eine Transalp

Vor der ersten Transalp und eventuell auch später wird die Frage aufkommen, welche Schuhe man überhaupt anziehen soll. Besonders lange Tragepassagen in unwegsamen Gelände schließen dabei viele Schuharten ohne Sohlenprofil aus. Gleichzeitig sollte der Schuh möglichst ohne Kraftverlust deine Körperleistung aufs Pedal bringen, auch hierbei gibt es Unterschiede. Zu guter letzt ist Gewicht, wie bei jedem Ausrüstungsgegenstand auf einer Transalp ein wichtiger Faktor. Ganz besonders gilt das für den Schuh der durch das Treten ständig auf und ab bewegt wird.

In diesem Artikel wollen wir verschiedene Schuharten auf ihre Transalp-Tauglichkeit bewerten.

1. Joggingschuhe

Joggingschuhe hat jeder daheim, sie sind leicht, vielseitig und bequem. Für eine Transalp sind sie dennoch nicht immer die perfekte Wahl. Grund: Joggingschuhe haben meist eine elastische Sohle die beim Joggen das Auftreten dämpfen soll und somit die Gelenke schont. Beim Treten ist genau diese Hilfe jedoch kontraproduktiv: Statt die volle Kraft aus den Beinen auf die Pedale zu übertragen absorbiert die Sohle einen (wenn auch geringen) Anteil der Kraft. Dies wird bei speziellen Radschuhen durch eine steife (Nylon-/Carbon-)Sohle vermieden. Ein weiterer Nachteil ist evtl. der fehlende Grip wenn das Rad über rutschiges Terrain getragen werden muss. Dieser Nachteil gilt aber auch für die meisten Radschuhe.

2. Wanderschuhe

Wanderschuhe sind robust, oft wasserdicht und ideal für anspruchsvolles Bergterrain und lange Schiebepassagen. Auch besitzen sie eine relative steife Sohle, so dass die Kraftübertragung okay ist. Der große Nachteil ist aber das meist hohe Gewicht von Wanderschuhen. Dieses Gewicht muss schließlich nicht nur den Berg hochgeschleppt werden sondern durch das Treten ständig bewegt werden was schneller zu müden Beinen führen kann als bei leichterem Schuhwerk.

3. Leichte Trekkingschuhe

Ein möglicher Kompromiss zwischen Jogging- und Wanderschuhen sind Trekkingschuhe oder Trail-Schuhe, also relativ leichte Halbschuhe mit einem ausgeprägten Sohlenprofil und meist gutem Regenschutz. Auch beim abendlichen Spaziergang durch Riva macht dieses Schuhwerk was her.

4. Klickpedal-Schuhe

Die meisten Transalpbiker fahren aber dann doch mit speziellem Biker-Equipment, nämlich MTB-Klickschuhen und entsprechenden Pedalen. Damit erzielt man natürlich die beste Kraftübertragung und wer den runden Tritt beherrscht, kann durch Zuhilfenahme der Zugmuskeln Kräfte bei langen Transalp-Etappen schonen. Leicht sind solche Schuhe auch meist, wobei hier der Preis eine große Rolle spielt. Das ultraleichte Race-Modell, wie auch alle Rennradschuhe, sind aber nicht für eine Transalp geeignet denn diese Modelle haben meist kein oder kein brauchbares Sohlenprofil. Es sollte sich also um MTB-Schuhe handeln die ein relativ komfortables Gehen erlauben und auch Grip auf steilen Wald- und Bergwegen bieten.

Fazit

Für diejenigen die schon lange mit Klickpedalen fahren, sollten mit diesen auch eine Transalp fahren wenn auf der Route nicht gerade ein Klettersteig der Stufe D liegt, was eine eher kuriose Transalp-Route wäre. Wer Klickpedale einfach nicht mag oder die notwendige Investition (noch) nicht tätigen will, kann auch relativ gut auf andere Schuharten ausweichen. Zu empfehlen sind hier Trekkingschuhe die sowohl einen guten Sohlengrip geben und vor Regen schützen als auch nicht allzu schwer sind.


Folgt uns auf Facebook für weitere Posts rund um das Thema Transalp:

Die beste Jahreszeit für Transalps

Welcher Zeitraum eignet sich für eine Alpenüberquerung mit dem Mountainbike? 

Prinzipiell herrscht in Transalpbiker-Kreisen die Meinung, dass die besten Monate für eine Transalp Juni, Juli, August und September sind. Je nach Routenwahl eignen sich auch noch Mai und Oktober. Man sollte jedoch bedenken, dass einige Gebirgspässe (über 2500m) erst ab Mitte Juli schneefrei sind und dass ab Oktober das Wetter wieder kühler sowie instabiler wird. Wer also auf seiner Transalp hoch hinaus will, wie beispielsweise übers Eisjöchl, der ist weniger flexibel in der Tourenplanung als bei einer Route über die Via Claudia.

Da in sozialen Medien Transalps im September als wegen des Wetters „riskant“ bezeichnet werden, haben wir uns das im Folgenden etwas vertieft angeschaut:

Geht es etwas genauer? 

Das Institut für Geographie der Universität Innsbruck bietet mit innerhalb des Projekts Tirol Atlas eine interaktive Karte mit Klimadiagrammen von Messstationen des kompletten Alpenraums. Wer sich die folgenden Klimadiagramme typischer Transalp-Durchgangsstationen genauer anschaut, dem fällt auf, dass sowohl die Temperaturen als auch die Niederschlagsmengen eher für eine Alpenüberquerung im September als im Mai sprechen:

Fazit:

  • Egal in welchem Monat man unterwegs ist, das Wetter im Hochgebirge ist immer unbeständig und nicht planbar. So kann es im Mai angenehm warm sein und im Juli auf den Pässen schneien. Das heißt,  Regen- und Temperaturschutz muss immer mit!
  • Während der Transalp die Wetterprognosen verfolgen – schadet nicht. Gewitter und Regen treten verstärkt am Nachmittag auf, an solchen Tagen empfiehlt sich frühes Losfahren.
  • Falls es doch mal unterwegs nass wird ist Vorsicht geboten. Man stürzt schnell auf nassen Wurzeln oder glatten Steinen.
  • Gerade wer auf exponierten Wegen über den Alpenhauptkamm will sollte sich über Ausweichrouten Gedanken machen, die er bei anhaltend schlechtem Wetter nutzen kann.
  • Egal in welchem Monat man unterwegs ist, das Wetter im Hochgebirge ist zeitweise unbeständig und nicht so einfach planbar. So kann es bereits im Mai angenehm warm sein und auch im Juli auf den Pässen schneien. Das heißt,  Regen- und Temperaturschutz muss immer mit! Letztendlich ist es aber Glückssache ob diese im Rucksack bleiben darf oder zum Einsatz kommt.

 


Folgt uns auf Facebook für weitere Posts rund um das Thema Transalp: