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Kategorie: West-Ost-Transalp

Zur Abwechslung einmal eine etwas andere Transalp – statt von Nord nach Süd führt uns diese vom Westen in den Osten.

West-Ost Transalp Etappe 3: von Livigno nach Trafoi

Die dritte Etappe unserer MTB-Transalp führt uns von Livigno aus erst am Südufer des gleichnamigen Sees entlang bevor wir dann durchs Val di Mora und über den Umbraipass aufs Stilfser Joch hoch fahren. Von dort geht es hinunter in Richtung Vinschgau.

Länge: ca. 72km
Gesamtanstieg: ca. 2300 HM
Schwierigkeit Ausdauer: 4/5
Schwierigkeit Technik: 3/5
Wege: Trails, später auf der Straße den Umbrail hoch
Highlight der Etappe: ganz klar das Val di Mora

Tourbeschreibung:

Die dritte Etappe startet in Livigno. Von dort aus rollen wir zunächst zum Lago Livigno hinunter. Entlang des Südufers fahren wir noch ohne viel Anstrengung entlang, bis wir dann beim Ristoro Alpisella nach Osten abbiegen und die ersten 450hm hoch zum Lago dell’Alpisella arbeiten. Die Strecke ist gut fahrbar und man kann den ganzen Weg hoch locker pedalieren. Oben angekommen genießt man eine erste Aussicht auf das Ortlermassiv. Nach einer kurzen Abfahrt hinunter zum Lago di San Giacomo di Fraele biegen wir nach Norden ab und fahren ein wirklich abgelegenes Hochtal hinauf. Wir befinden uns auf einem super zu fahrenden Singletrail. So macht transalpbiken richtig Spaß! Zwar machen wir hier auf dem Papier nicht so viele Höhenmeter, aber der Spaßfaktor ist riesig. Selten sind wir so einen flowigen Trail gefahren.

Die Abfahrt das Val di Mora hinunter bis nach Santa Maria im Münstertal vergeht wie im Flug. Während wir beschwingt talwärts fahren, kämpfen sich andere Mountainbiker den Berg nach oben. In dem kleinen Ort im Tal kann man noch kurz die Wasserflaschen auffüllen und sich etwas stärken, bevor es die 1000hm über den Umbrail aufs Stilfser Joch hoch geht. Hier kommt Tour de France Feeling auf – Plötzlich wimmelt es von Rad und Motorradfahrern und die Auffahrt auf der Straße ist trotzdem auch für uns Mountainbiker ein ganz besonderes Erlebnis. Fast meditativ arbeiten wir uns Serpentine um Serpentine den Berg hinauf. Oben kann man das bunte Treiben auf dem Stilfser Joch erleben: die Würstchenbuden verbreiten eine Stimmung wie auf einem Jahrmarkt – Es ist jedes Mal wieder eine ganz besondere Atmosphäre dort oben. Hinunter kann man je nach Lust und können entweder die Passstraße oder den Tibet Trail hinunter ins Vinschgau nehmen.

Fotos:

Der erste Anstieg hoch zum Lago dell’Alpisella. Steil aber pedalierbar!
Auf der anderen Seite geht es dann auf breitem Weg rasch wieder hinunter.
Im Val di Mora heißt es dann Single Trails genießen. Absoluter Transalp Himmel! (wobei wir auch – wie man sieht – super Wetter hatten).
Auch solche Wege hat das Val di Mora zu bieten.
Nach stundenlanger Asphaltplackerei auf dem Weg den Umbrail hoch zum Stilfserjoch, erwartet euch dieser Ausblick.

 

Höhenprofil & Karte:

West-Ost Transalp Etappe 4: vom Stilfser Joch durchs Vinschgau hoch aufs Eisjöchl und ins Pfelderer Tal

Die vierte Etappe unserer MTB-Transalp von Westen nach Osten führt uns vom Stilfser Joch hinunter ins Vinschgau und von dort erst das Schnals- und dann das Pfossental hoch zum Eisjöchl, das Heim der Stettiner Hütte. Von dort geht’s dann hinunter ins Pfelderer Tal.

Länge: ca. 85km
Gesamtanstieg: ca. 2550 HM
Schwierigkeit Ausdauer: 3/5
Schwierigkeit Technik: 4/5
Wege: geteerte Straße durchs Vinschgau, Forstwege durchs Pfossental, Singletrails über das Eisjöchl
Highlight der Etappe: Das Eisjöchl: Auf dem Weg nach oben das Panorama nach Westen und dann eine Wahnsinnsabfahrt hinunter ins Pfossental.

Tourbeschreibung:

Die vierte Etappe unserer MTB Transalp startete für uns in Trafoi am Stilfser Joch. Dort heißt es erstmal noch warm anziehen – es geht noch einige Höhenmeter bergab ins Vinschgau hinunter nach Prad am Stilfser Joch. Im Vinschgau geht es uns wie jedes Jahr: Hier ist Urlaubsstimmung – Der Vinschgau Radweg schlängelt sich weiter oben zunächst durch nicht enden wollende Apfelbaumplantagen und später, weiter unten an der Etsch entlang. Wir folgen der Via Claudia Augusta bis kurz vor Naturns, wo wir dann das Schnalstal nach Norden hochfahren. Vorsicht, hier befinden wir uns kurz auf einer eher engen, von Autos befahrenen Straße. Zum Glück verlassen wir diese schon nach einigen Kilometern und gut 600 HM und folgen den Schildern zum Pfossental. Dort wird die Teerstraße zwar noch enger, jedoch finden sich kaum noch Autos auf der Straße und man verlässt die Betriebsamkeit des Vinschgaus. An den Hängen lassen sich sogar Steinböcke ausmachen. Die fühlen sich dort nämlich zu Hause, ab jetzt geht es steil bergauf.

Vorbei am Tumlhof und dem Nasereith-Hof geht es auf einer Teerstraße bis zum Gasthof Vorderkaser, wo man sich noch einmal ausruhen kann. Hier endet die befestigte Straße und es geht das wunderschöne (teilweise sehr steile) Hochtal hinauf. Unterwegs gibt es weitere Einkehrmöglichkeiten: Nach zwei malerischen Almen (Mitterkaser Alm und Rableid Alm), erreichen wir den Maso Gelato – den Eishof auf über 2000m Höhe. Hier endet die Forststraße und wir fahren und schieben uns den Singletrail hoch zur Scharte des Eisjöchls. Von dort aus sieht man bereits die Stettiner Hütte, auf der man übrigens auch übernachten kann. Wir haben hierzu in einem separaten Blog berichtet: LINK. Auf  etwa 2900m Höhe wird es dann doch immer wieder recht frisch. Es heißt warm anziehen – jetzt geht es den Meraner Höhenweg entlang ins Pfelderer Tal hinunter nach Pfelders, wo wir die Nacht verbringen werden.

Fotos:

Am Anfang gehts gemütlich aber dennoch flott durchs Vinschgau wo die Sonne meist scheint; Eincremen nicht vergessen!
Nach zwei Stunden bergauf pedalieren, ist man noch nicht auf dem Eisjöchl, es folgen noch 1-2 h schieben um die ca. 2500 HM des Tages zu bewältigen. Wenn man Körner übrig hat, kann man auch vieles auf dem Eisjöchl fahren doch irgendwann mal ist man das ständige Auf- und Absteigen leid und schiebt einfach.
Auf der anderen Seite gehts dafür dann aber runter und das Meiste ist fahrbar. Viele Stellen sind aber ideal für einen Sturz, also aufpassen!
Willkommen im Downhillwunderland

Höhenprofil & Karte:

West-Ost Transalp Etappe 5: von Pfelders über das Timmelsjoch und durchs Ötztal zur Schweinfurter Hütte

Die vierte Etappe unserer MTB-Transalp von Westen nach Osten führt uns vom Stilfser Joch hinunter ins Vinschgau und von dort erst das Schnals- und dann das Pfossental hoch zum Eisjöchl mit der Stettiner Hütte. Von dort gehts dann hinunter ins Pfelderer Tal.

Länge: ca. 95km
Gesamtanstieg: ca. 3400 HM
Schwierigkeit Ausdauer: 5/5
Schwierigkeit Technik: 3/5
Wege: geteerte Straße über das Timmelsjoch(Passo Rombo) und durchs Ötztal hoch zur Schweinfurter Hütte dann Forstweg – alles fahrbar.
Highlight der Etappe: Das Timmelsjoch – hier kommt “Ötztaler-Radmarathon-Feeling” auf.

Tourbeschreibung:

Die vierte Etappe der MTB-Transalp ist lange. Richtig lange. Schonmal vorab – wir sind sie so, aufgrund von Krankheit und schlechtem Wetter, nicht komplett gefahren. Dazu aber später mehr.

Zunächst geht es von Pfelders aus weiter ins Tal hinunter bis nach Moos im Passeiertal. Warm anziehen! Hier kommt Fahrtwind auf.  In Moos selbst kann man dann noch ein letztes Mal Vorräte auffüllen, bevor es ungefähr 1500HM hoch bis zum passo Rombo – dem Timmelsjoch – geht. Als wir unterwegs waren, war recht wenig Verkehr – leider hatten wir auch Schlechtwetter, sprich: 15m Sichtweite, so dass nicht viel vom Bergpanorama zu sehen war. Oben angekommen – kurz umziehen und es geht ziemlich lange, unterbrochen von nur einem kurzen 150hm Gegenanstieg, bergab ins Ötztal. Hier war geplant, bis Umhausen zu fahren und dann nach Niederthai abzubiegen. Von dort sind es noch ca. 1000hm bis zur Schweinfurter Hütte hoch. Die Etappe wäre damit schon machbar, gehört mit über 3000hm aber schon zu den etwas härteren. Die Schweinfurter Hütte liegt an einer Forststraße, die komplett bis oben fahrbar ist.

Der weitere Weg von der Schweinfurter Hütte aus wird in der nächsten Etappe beschrieben.

Alternativ haben wir für uns beschlossen, aufgrund der schlechten Wettervorhersage unsere letzte Etappe aus- statt ins Wasser fallen zu lassen. So sind wir das gesamte Ötztal hinunter gerollt und haben uns ein warmes Plätzchen in Imst gesucht, wo wir den letzten Tag unserer Transalp verbracht haben.

Fotos:

Durch die Nebelsuppe (die ganz oben noch viel dichter wurde) ging es hoch aufs Timmelsjoch.
Oben angkommen heisst es erstmal warm anziehen und anschliessend mit highspeed ins Tal.
Man könnte vermuten im Ötztal kann man es einfach laufen lassen; ist auch so über weite Teile. Dennoch zehrt die lange Talfahrt an den Kräften wenn man das Timmelsjoch schon in den Beinen hatt.

 

 

Höhenprofil & Karte:

Tatsächlich sind wir dann diese Route bis nach Imst gefahren:

Höhenprofil & Karte: