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Schlagwort: Transalp

Die Moarer Bergalm, ein optimales Etappenziel!

Abgelegen im Hinterland, nicht mal eben mit einem Spaziergang zu erreichen, liegt die Moarer Bergalm (auch Poschalm oder Poschhaus genannt) einsam auf 2113 m Höhe im hintersten Winkel des Lazzacher Tals, einem Seitental des Ridnauntals. Hier gibt es noch jede Menge Überreste aus einer Zeit, als in den Alpen noch aktiv Bergbau betrieben wurde. Ähnlich wie in den Minen von Moria haben sich die Menschen dort unter den Schneeberg gegraben.

Wir haben die Alm auf der Eisjöchl-Transalp besucht und auch beinahe dort geschlafen. Da wir jedoch keine Homepage oder andere Kontaktmöglichkeiten zur Reservierung auf der Alm finden konnten, haben wir uns lediglich auf der sonnigen Terasse gestärkt und noch ein bisschen mit der freundlichen Wirtin gesprochen. Dann, wegen der Reservierung auf der Schneeberghütte und eines aufziehenden Gewitters, beschlossen wir, die Schneebergscharte schnellstmöglich zu überqueren und im Schneeberghaus zu übernachten.

Die Moarer Bergalm

Auf der Moarer Bergalm kann aber gut übernachtet werden. Mittlerweile gibt es auch eine Facebook Seite, auf der eine aktuelle Telefonnummer für Reservierungen zu finden ist. Wenn ihr in der Gegend seid, können wir euch die Übernachtung dort wärmstens ans Herz legen. Hier ist man nämlich weg vom Trubel der großen Hütten und der Ausblick hinunter ins Ridnauntal spricht auch für sich – auch wenn wir des Wetters wegen leider etwas in Eile waren:

Der Blick von der Schneebergscharte auf die Moarer Bergalm hinunter ins Ridnauntal

Wenn man die Schneebergscharte überquert hat, geht es anfangs steil, später sehr schön fahrbar hinunter zum Schneeberghaus, einer Alpenvereinshütte deluxe: Free Wifi, Warme Duschen, Doppelzimmer und richtig gutes Essen erinnern eher an ein Alpenhotel als eine Schutzhütte. Statt über die Scharte zu steigen, gibt es auch die Möglichkeit, einen Stollen zu nutzen und sich damit einige Höhenmeter zu sparen. Auch unten am Schneeberghaus lassen sich noch einige Stollen sowie ein Bergbaumuseum besichtigen. Hier noch ein Bild vom Schneeberghaus:

Das Schneeberghaus am Abend.

Die Dichte an tollen Hütten ist rund um den Schneeberg sehr hoch und das Gebiet für eine Transalp-Übernachtung also ideal!


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Transalp Classic

Nachdem wir letzte Woche bereits die Eisjöchl Transalp vorgestellt haben, berichten wir heute von der Transalp Classic, die euch ebenfalls gelegen kommen könnte, wenn ihr gerade nach einer Transalp-Route für 2017 sucht. Wie der Name schon sagt ist die hier vorgestellte Route ein absoluter Klassiker! Von Oberstdorf geht es auf 410 km und etwa 15000 HM in sieben Etappen bis nach Riva del Garda.

Die Route in Überblick

Länge: 450 km

Höhenmeter: 15000 m

Profil:

 

Die Route in Bildern

Tag 1: Ab Obertsdorf geht es gleich hoch über den Schrofenpass in das österreichische Lech und von dort auf die Freiburger Hütte. (46 KM, 1800 HM)



Tag 2: Nach einer schönen Abfahrt nach Dalaas geht es durch das Silbertal hoch hinauf zur Heilbronner Hütte. (45 KM, 2100 HM)



Tag 3: Zunächst geht es rasant hinunter nach Galtür und Ischgl und anschließend über den Fimberpass in die Schweiz (58 KM, 1600 HM)



Tag 4: Von Sur En geht es durch die spektakuläre Uina-Schlucht über die Sesvenna Hütte ins Vinschgau. (51 KM, 2500 HM)



Tag 5: Der Königspass, das Stilfser Joch, steht auf dem Programm. Danach geht es hinunter nach Bormio und hoch nach St. Catharina. (55 KM, 2300 HM)



Tag 6: Über den Gavia Pass führt der Tag nach Pezzo und zum Schluss über die Montozzo Scharte nach Dimaro. (70 KM, 2150 HM)



Tag 7: Die letzte Etappe ist nochmal hart und lang, es geht über Madonna die Campiglio an den Val d’Agola und letztendlich hügelig bis nach Riva. (85 KM, 2500 HM)

 

Als große Highlights der Route sind auf jeden Fall der Schrofenpass südlich von Oberstdorf und später in der Schweiz die Uinaschlucht zu nennen. Hier haben wir alle Etappen genauer beschrieben und die Gpx-Files zum Download bereitgestelllt. Viel Spaß bei der Tour!

 

Die Route als interaktive Karte


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Hungerast: Wenn der Mann mit dem Hammer kommt

Kaum ein Ausdauersportler hat ihn noch nicht erlebt. Er kommt unerwartet, schlagartig und gnadenlos: Der Hungerast. Weder Profis noch Amateure sind vor ihm sicher. Wenn die Beine schwer werden und die Wattwerte in den Keller gehen, ist es schon zu spät. Wie es zu diesem tückischen Phänomen kommt, wie man damit umgeht oder es vermeiden kann, wollen wir in diesem Post beleuchten!

Wie entsteht ein Hungerast?

hungerast_pastaDein Körper, insbesondere deine Muskeln, benötigen beim Radfahren Energie, nämlich in Form von Glucose. Diese beziehen die Muskeln via Blut aus unseren Kohlenhydratspeichern, nämlich aus den Muskeln selbst und der Leber. Nun kann ein Mensch keine großen Mengen an eingelagerten Kohlenhydraten (Glykogen) speichern, gerade mal 300-400 g, bei gut-trainierten Exemplaren vielleicht auch 500-600g. Nichtsdestotrotz reicht das nur für einige Stunden intensiver Transalpbiker-Anstrengung. Sind die Glykogenspeicher aufgebraucht, sinkt der Blutzuckerspiegel und den Muskeln steht keine Energie mehr zur Verfügung!

 

Was sind die Folgen eines Hungerastes?

Sind die Glykogenspeicher leer, fällt man natürlich noch nicht vom Rad. Man hat noch eine andere, fast unerschöpfliche Energiereserve im Körper: Fett! Selbst abgemagerte Hochleistungssportler haben meist noch 5% Körperfettanteil, so dass mehrere Kilogramm Fett, d.h. Zehntausende kcal zur Verfügung stehen. Es gibt nur ein Problem: Das Fett kann nicht in der selben Geschwindigkeit verbrannt werden wie Glucose, außerdem ist der Sauerstoffbedarf beim Verbrennen von Fett höher. Die Folge ist, dass man bei gleicher Sauerstoffaufnahme viel weniger Kraft auf die Pedale bringen kann. Durch den geringen Blutzuckerspiegel kommt es außerdem zu Müdigkeit, vielleicht sogar leichtem Schwindel. Da all dies zu dramatischen Leistungseinbrüchen führen kann, spricht man beim Hungerast auch vom Mann mit dem Hammer der einen sprichwörtlich umhaut.

 

Wie schnell kommt ein Hungerast?

stoppuhr_hungerastWenn die Glykogenspeicher voll sind (und in der Regel sind sie das nicht) speichern sie Energie für ca 1200-2000 kcal. Bei einer bergigen, intensiven Transalp-Etappe reicht dies aber nur für 2-3 Stunden. Ist das Frühstück und das letzte Abendessen nicht so üppig ausgefallen, können die Akkus auch schon früher leer sein!

 

 Was kann man dagegen tun?

Grundsätzlich hilft Ausdauertraining um die eigenen Glykogenspeicher zu vergrößeren, dies ist aber ein sehr langfristiger Prozess. Viel wichtiger ist es, während der Belastung, also ganz besonders auf Transalp-Etappen, kontinuierlich Nahrung zu sich zu nehmen, z.B. mit Energieriegel, Obst oder kohlenhydratbasierten Getränken.

 

Gibt es „berühmte“ Beispiele eines Hungerasts?

tourdefrance-hungerastDie erfolgreichsten Radrennfahrer mussten schon mit Hungerästen kämpfen und oft war dies auch rennentscheidend. So musste Jan Ullrich auf der Königsetappe der TdF 1998 Marco Pantini am Schlussanstieg ziehen lassen und verlor nicht nur ganze 9 min an ihn sondern auch das Gelbe Trikot. Und dies auch deswegen weil der damalige Titelverteidiger Ullrich schlichtweg vergessen hatte zu essen! Also, lasst euch nicht abhängen auf euren Transalps und denkt immer daran genügend zu essen!

 


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